Aargauer Zeitung
Konzert des Männerchors Hunzenschwil-Schafisheim
Das Herbstkonzert des Männerchors Hunzenschwil-Schafisheim im Hunzenschwiler Gotteshaus hat Tradition. Unter der Dirigentin Susanne Gantner haben die engagieren Sänger auch dieses Jahr ein Programm einstudiert, das dem kalten Novembersonntag ein bisschen Wärme und Glanz verlieh.
MARGRIT RüETSCHI
Mit einem Trinklied aus «La Traviata» (Auf, schlürfet in durstigen Zügen) von Giuseppe Verdi liessen die Sänger nach ausgelassener Burschenmanier die Zinnbecher ertönen und Gläser erklingen. Im Mozartjahr kam auch der Männerchor Hunzenschwil-Schafisheim nicht um den charismatischen Salzburger Komponisten herum. Mit «Verheissung» und «O Isis und Osiris» aus der «Zauberflöte» erwiesen die Sänger dem vor 250 Jahren geborenen Musiker mit viel Empathie die Reverenz.
Dann überliess man die Bühne zwei Solisten, die das Konzert mit ihren Gesangseinlagen, ebenfalls aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart, bereicherten und überstrahlten. Marianne Hofer, Sopran, und Christian Epper, Bass, waren für ihre Vorträge aus «Figaros Hochzeit» und «Entführung aus dem Serail» die subtil agierenden, überzeugenden Darsteller.
Mit dem Gefangenenchor aus «Nabucco» von Giuseppe Verdi, von den Sängern für einmal in Originalsprache intoniert, schloss sich der imaginäre Vorhang für den folgenden, musikalischen Akt. Mit einem Zeitsprung ins 20. Jahrhundert und Auszügen aus bekannten Musicals wie «Hello Dolly», «Westside Story» und «Mary Poppins», auch mit der leidenschaftlichen Liebesmelodie aus «Doktor Schiwago» kam eine moderne, musikalische Sparte zum Tragen. Auch diese Lieder wurden von Marianne Hofer und Christian Epper solistisch untermalt und von Pianistin Eliza Meyer einfühlsam begleitet.
Nach dem Konzert konnte man die Melodien bei Kaffee und Kuchen nachklingen lassen, war man doch wiederum herzlich zu Gesprächen und Geselligkeit im Unterrichtszimmer der Kirche eingeladen.

